Informationen rund um die Kirchensteuer

Sonderausgabenabzug für Kirchensteuerzahlungen

1_euro_coin_Va_serie_3Die gezahlte Kirchensteuer kann gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 4 EStG im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung als Sonderausgabe abgezogen werden.

Als Sonderausgaben absetzbar sind dabei alle Geldleistungen – außer der eigentlichen Kirchensteuer auch das Kirchgeld – das die als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannten (kirchensteuerberechtigten) inländischen Religionsgemeinschaften (Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 6 Weimarer Reichsverfassung) und Weltanschauungsgemeinschaften aufgrund gesetzlicher Bestimmungen von ihren Mitgliedern erheben. Werden darüber hinaus weitere freiwillige Leistungen an die Religionsgemeinschaft erbracht, sind diese bei der Einkommensteuer als Spende berücksichtungsfähig (§ 10b EStG).

Bei dem Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinschaften in Deutschland und der Neuapostolischen Kirche, die zwar kirchensteuerberechtigt sind, aber auf die Erhebung von Kirchensteuer verzichten, sind die anstelle der Kirchensteuer zu zahlenden Mitgliedsbeiträge als Sonderausgaben abziehbar.

Zum Sonderausgabenabzug sind die gesamte im Kalenderjahr tatsächliche gezahlte Kirchensteuer zugelassen, wobei eventuelle Erstattungen zu berücksichtigen sind. Auf die Kirchensteuer zu zahlende Stundungszinsen oder Aussetzungszinsen unterfallen dagegen nicht dem Sonderausgabenabzug, ebensowenig wie Säumniszuschläge und Verspätungszuschläge.