Informationen rund um die Kirchensteuer

Kirchensteuer bei Minijobs

A2_euro_coin_Va_serie_1uch bei einer geringfügigen Beschäftigung, den sogenannten Minijobs, besteht eine Kirchensteuerpflicht, allerdings ist die Erhebung dieser Kirchensteuer etwas ungewöhnlich: Seit dem Jahr 2003 werden bei Minijobs die fälligen Steuern pauschal mit 2% des Einkommens vom Arbeitgeber – zusätzlich zum Brutto für Netto auszuzahlenden Gehalt – abgeführt. Mit dieser Pauschalsteuer von 2% ist nicht nur die Einkommensteuer und der Solidaritätszuschlag abgegolten, sondern auch die Kirchensteuer.

Diese Pauschalsteuer bei Minijobbern beträgt stets 2%, unabhängig davon, ob der betreffende Arbeitnehmer Mitglied der Kirchensteuerpflicht unterliegt oder nicht – die Kirchen erhalten also regelmäßig einen Anteil.

Alternativ kann der Arbeitgeber nach seiner Wahl statt der 2%igen Pauschalsteuer auch eine Versteuerung nach Lohnsteuerkarte vornehmen. In diesem Fall wird die Lohnsteuer und damit auch die Kirchensteuer wieder je nach Lohnsteuerklasse und Einkommenshöhe individuell berechnet – wobei bei einem Minijobber-Einkommen von maximal 400,- € und den Lohnsteuerklasen I – IV keine Lohnsteuer und damit auch keine Kirchensteuer anfällt.

Die Pauschalsteuer ist auch bei kurzfristigen Minijobs möglich, d.h. bei nicht berufsmäßig ausgeübten Arbeiten mit einer Dauer von maximal 2 Monaten (oder 50 Arbeitstagen). Bei diesen kurzfristischen Arbeitsverhältnissen sind dann allerdings Pauschalsteuern in Höhe von 25% sowie zusätzlich der Solidaritätszuschlag und wiederum die Kirchensteuer in Abzug zu bringen.